Transportable Lichtbildwände
Gerne werden bei Multivisionsveranstaltungen transportable
Lichtbildwände genutzt, da der Referent auf das Bildformat angewiesen ist, welches seine Projektoren vorgibt,
und er nicht damit rechnen kann, dass vor Ort im Saal genau diese Projektionsfläche vorhanden ist.
Sinnvoller Einsatz von Projektionswände
Prinzipiell kann man bei der Projektion auf eine Lichtbildwand verzichten, wenn man das Bild einfach auf eine Wand
wirft. Fast immer kommt aber eine Lichtbildwand, oder umgangssprachlich Leinwand genannt, zum Einsatz. Die Gründe
dafür sind vielfältig. Oft mangelt es an einer wirklich ebenen Wand, sei es weil Bilder an ihr hängen oder weil die
Tapeten strukturiert oder farbig sind. Unbestritten reflektieren Lichtbildwände das projektierte Licht besser, da
sie mit ihrer Oberflächenstruktur das einfallende Licht diffus wiedergeben. Je besser dieses gelingt, desto besser
wird auch der "Hotspot", ein heller Punkt in der Bildmitte vermieden. Es kann zwar keine Struktur mehr Licht
wiedergeben, als auf die Bildwand einfällt, dennoch lässt sich das Licht ähnlich wie bei einem Reflektor mit
speziellen Strukturen in gebündelter Form wiedergeben.
Lichtbildwände mit einer Glasperlbeschichtung besitzen einen engen Reflektionswinkel. Sie sind besonders geeignet
für Projektoren mit einer schwachen Leuchtkraft. Beachten muss man dabei, dass der Betrachter möglichst zentral
sitzen sollte, wenn er das optimale Bild erfahren möchte. Alternativ kann das Bild auch durch einen größeren
Abstand zwischen Bildwand und Betrachtern verbessert werden, so halten sich auch außen sitzende Betrachter noch im
optimalem Refektionswinkel auf.
Bildwände mit einer Perlmutbeschichtung bieten vor allem bei Dia-Projektoren
optimale Eigenschaften. Wegen ihrer größeren Leuchtkraft kann man Lichtbildwände mit einem kleineren
Reflektionswinkel verwenden. Der positive Effekt hierbei ist, dass links und rechts außen sitzende Betrachter ein
nur unwesentlich weniger brilliantes Bild sehen, wenn sie sich nicht unverhältnismäßig weit vom Zentrum entfernt
befinden.Reine weiße Bildwandmaterialien besitzen den weitesten Reflektionswinkel. Sie bieten damit auch jedem
Betrachter das gleiche helle - oder wenn man will dunkle - Bild, egal wo er sich aufhält. Hier ergibt sich keine
Möglichkeit, noch mehr aus der Leuchtkaft des Projektors herauszuholen. Für Kinofilmprojektoren spielt das
üblicherweise keine Rolle. Ihre Leuchtkraft ist so stark, dass eine "Bündelung" unnötig ist. Gleiches gilt auch für
starke Dia-Projektoren aus dem Profibereich.
Für die heute immer beliebter werdenden Beamer kommt es auf das einzelne Gerät an. Dort bestimmt die
ANSI-Lumen-Anzahl die Helligkeit. Je höher die ANSI-Lumen-Zahl, desto eher kann auf eine rein weiße Lichtbildwand
zurückgegriffen werden.
Eine weitere Rolle spielen Bildwände mit engerem Reflektionswinkel dort, wo Räume nicht abgedunkel werden, z.B. bei
Betrieb mit Tageslichtprojektoren. Dort liefern Sie auf jeden Fall ein deutlich kontrastreicheres Bild, da
Lichtstrahlen vom Seitenfenstern teilweise auch wieder zur Seite reflektiert werden, und das Licht vom Projektor zum
Betrachter weniger beeinflusst wird.
Quelle: Media Works GmbH