Medien
Der Begriff Radio stammt aus dem Lateinischen von Radius und bedeutet Strahl. Daraus könnte man schlussfolgern, dass beim Radio ein Strahl mit seinen Wellen die Informationen direkt an den Empfänger schickt.
Empfängt man seine Sendung nun aus dem Internet, kann im Prinzip nicht mehr von einem Strahl gesprochen werden; geht doch das Signal im Internet durch zu viele Rechner und Rooter. Die entsprechenden Latenzzeiten sprechen eine eindeutige Sprache, direkt ist anders. Beispiel: Wärend beim Fussball Nachbar A noch zittert, ist Nachbar B schon am Jubeln. Der Begriff Stream (strömen) kommt an dieser Stelle dem Sachverhalt wesentlich näher.
Hilft nichts, hilft alles nichts, der Begriff Internet-Radio ist in der Welt und das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Deutlich wird das bei www.Radio.de, hier werden ausschließlich Sender aufgeführt, die auch oder nur ins Internet streamen.
Gründe dafür, dass Sender gar nicht erst echt "on Air" zu gehen, gibt es schon. Da wäre erst einmal die Sache, überhaupt an eine Frequenz zu kommen, desweiteren diese Frequenz auch zu bezahlen. Da müssen die Werbeeinkommen schon erst einmal sprudeln, denn von den GEZ-Gebühren bekommt man als Privater ja bekanntlich nichts ab.
Somit kommt nun immer häufiger das Lieblingsprogramm aus dem Internet, und da der Empfang die Rechenleistung von aktuellen Rechnern kaum beeinträchtigt, verstaubt hier und da die eine oder andere einst teuer erworbende Stereoanlage.
Nicht nur das Radio, auch andere Medien haben sich schon lange ins Netz verlagert, ist doch das Internet für für Auskünfte dank ausgeklügelter Programmiersprachen und Datenbanken wie geschaffen, und mit integrierter Suchfunktion erhält man die gewünschten Informationen auf Knopfdruck. Nachrichten finden immer rasanter den Weg zum Konsumenten, und der kann dank Kommentarfunktion gleich seine Meinung zum Bericht beisteuern. Und die Politik rätselt nun - dank reihenweise Internetausdrucker unter den Volksvertretern - ob man es sperren, voratsspeichern, altersbeschränken, mit Trojanischen Pferden bestücken oder ganz löschen sollte.
